Die Mächtigen sind nicht frei. Sie müssen ihre Macht gegen Emporkömmlinge verteidigen. Macht macht einsam. Sie müssen Gewalt einsetzen, um ihre Macht zu sichern. Gewaltfrei lässt sich ihre Macht nicht sichern. Auch die Firmenbosse und Kapitalisten im Kapitalismus sind nicht frei. Sie müssen sich dem Markt anpassen. Tun sie dies nicht, sind sie nicht lange Firmenbosse und das Kapital der Kapitalisten schmilzt ab. Sie müssen sich dem mehr Geld aus Geld machen unterwerfen. Walter Benjamin sagt, dass Recht auf Gewalt beruht. Nur die freie Aushandlung der Interessen der Menschen ist gewaltfrei. Wenn wir eine gewaltfreie Welt anstreben, müssen wir auf das Recht, die Macht und den Kapitalismus verzichten und auf die freie Vereinbarung setzen. Das ist eine anarchistische Gesellschaft. Viele werden sagen, das sei eine Utopie und nicht erreichbar. Aber es wurde ja noch gar nicht versucht, und wenn es versucht wurde, wurde es nieder geschlagen. Auch die Mächtigen und Herrscher würde eine gewaltfreie Gesellschaft befreien. Auch die Tiere müssen befreit werden durch die Umstellung auf eine vegane Lebensweise. Denn wo nicht alle frei sind, kann auch ich nicht frei sein. Dafür lohnt es sich einzusetzen. Matriarchate kamen diesem Ideal sehr nahe. Weise Menschen hatten dort Autorität. Nicht, weil sie befahlen, sondern weil sie überzeugten. Wir brauchen auch mehr Gleichheit unter den Menschen. Das Militär muss abgeschafft werden und Soziale Verteidigung muss eingeführt werden. Gandhi sagte, Gewaltfreiheit sei stärker als die Atombombe. Sie könne nicht besiegt werden. Gandhi schlug auch statt der Polizei eine Friedensarmee vor, die in den Wohnorten der Menschen Streitigkeiten schlichten sollte. Nach dem Tode von Gandhi wurde ein Versuch gemacht, sie einzuführen, was aber nicht erfolgreich war. Auch, wenn es nicht immer klappt, ist es unsere Pflicht und für Gewaltfreiheit einzusetzen und sie anzuwenden schreibt Judith Butler in ihrem Buch „Die Macht der Gewaltlosigkeit“.
Archive for April, 2026
Freiheit und Gewaltfreiheit
Montag, April 27th, 2026Mittel für Frieden um 25 Prozent gekürzt
Mittwoch, April 15th, 2026Die Bundesregierung hat die Mittel für Frieden und damit auch die Mittel für den zivilen Friedensdienst von Pro Peace um 25 Prozent gekürzt. Für Militär ist genug Geld da. Die Rüstungsausgaben sollen auf 5 Prozent des BIP steigen. Um so viel hat nicht einmal Russland seine Rüstungsausgaben gesteigert. Das ist unverantwortlich. Deutschland sollte auf Soziale Verteidigung umstellen und das eingesparte Geld für Bildung, Frieden und humanitäre Hilfe ausgeben. Aber dazu fehlt der Wille. In Spanien gibt es Widerstand gegen die fünf Prozent Regel. So mutig ist Kanzler Merz nicht. Hoffentlich wird Kanzler Merz mal für seine Taten zur Rechenschaft gezogen. Wir brauchen mehr Geld für Frieden. Private Spenden können den Verlust durch die Kürzungen wohl nicht ausgleichen. Ich habe gerade angefangen das Buch „Die Macht der Gewaltlosikeit“ von Judith Butler zum zweiten mal zu lesen. Sie greift das Recht auf Selbstverteidigung an und fordert eine radikale Gleichheit und Betrauerbarkeit von allem Leben. Wir brauchen mehr Geld für Frieden.