Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Gewalt, sondern auch von struktureller und kultureller Gewalt. Dieser positive Friedensbegriff geht auf Johan Galtung, den norwegischen Friedensforscher zurück. Der Bund für Soziale Verteidigung hat vor drei Jahren die Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“ zur Förderung der Sozialen Verteidigung in vier Modellregionen gestartet. Jeder kann mitmachen. Unter https://www.wehrhaftohnewaffen.de kann man sich im INternet informieren und ein Starterpaket bestellen. Ansätze zu einer Sozialen Verteidigung gibt es auch im Krieg in der Ukraine. Aber mehr spontan, als geplant. Das Konzept der Sozialen Verteidigung wurde von Gene Sharp und Johan Galtung und in Deutschland vor allem von Theodor Ebert ausgearbeitet. Es gibt noch keine Erfahrungen mit geplanter Sozialer Verteidigung. Aber es gibt Beispiele spontaner Sozialer Verteidigung z.B. beim Kapp Putsch in Deutschland während der Weimarer Republik und beim Einmarsch des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei 1968. Theodor Ebert bezeichnet die dynamische Weiterarbeit ohne Kollaboration als ein Kernelement der Sozialen Verteidigung. Gene Sharp listet 198 Methoden des Zivilen Ungehorsams auf. Soziale Verteidigung zielt nicht auf die Verteidigung des Territoriums sondern der sozialen Errungenschaften der Gesellschaft. Soziale Verteidigung kann nicht nur gegen einen äußeren Aggressor, sondern auch bei einem Putsch angewendet werden. Es wird Zeit, die Soziale Verteidigung einzuführen und die 2,7 Billionen US Dollar Militärausgaben der Welt sinnvoller einzusetzen.
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